Studentenwerk Potsdam.
Quelle: www.Studentenwerk-Potsdam.de
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Wohngeld

Wer hat Anspruch?
Wohngeld ist eine staatliche Beihilfe zur Wohnungsmiete. Es dient nicht dem Lebensunterhalt, weshalb auch regelmäßiges Einkommen nachgewiesen werden muss. Als Maßstab hat sich der Arbeitslosengeld II- Regelsatz (NEU ab 2011: Regelbedarfsstufe 1 entspricht 364 €)  plus 2/3 der zu zahlenden Miete als hilfreich erwiesen.
Studierende, die keinen Anspruch auf BAföG haben, können unter bestimmten Umständen einen Wohngeldanspruch geltend machen, wenn sie z.B. die Förderungshöchstdauer überschritten haben, BAföG als Volldarlehen erhalten oder durch Kinder im Haushalt in die Berechnung eingeschlossen werden.

Hinweis: Allerdings kann kein Wohngeldanspruch geltend gemacht werden ohne vorher einen BAföG- Antrag gestellt zu haben, da BAföG vorrangig ist. Sollte die Antragstellung ergeben, dass die Eltern zu hohes Einkommen oder der Studierende zu viel Vermögen haben, weshalb  BAföG abgelehnt wird, so wird auch kein Wohngeld gezahlt.

 

Wie berechnet sich das Wohngeld?
Wichtige Komponenten für die Berechnung eines Wohngeldanspruches sin die Anzahl der Haushaltsmitglieder (die für die Berechnung hinzugezogen werden müssen), die Größe der Wohnung, die Höhe der Bruttokaltmiete, das Einkommen der Haushaltsmitglieder und die Mietstufe der Region. Bei der Anrechnung der Miete wird gemäß § 12 WoGG eine Obergrenze festgelegt, die im oben genannten Paragrafen unter Berücksichtigung der im Haushalt lebenden Personen zu ersehen ist.  Übersteigende Miete wird nicht berücksichtigt.
Aktuelle Änderungen zum Wohngeld 2011:

Hinweis: Zum Jahreswechsel fällt der Heizkostenzuschuss nach § 12 (6) WoGG für Wohngeldbezieher ersatzlos weg.  Der Zuschuss wurde erst im Zuge  der Wohngeldreform 2009 eingeführt. Dies hat ein leichtes Sinken des Wohngeldes zur Folge.

 

Weiterführende Links

Übersicht der Mietstufen der Region:
http://www.wohngeld.org/mietstufe.html

Wohngeldrechner:
http://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html

 

Wie wird Einkommen berücksichtigt?
Unter Einkommen fallen alle positiven Einkünfte im Sinne des Einkommenssteuergesetzes. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass Studienkredite oder Darlehen kein Einkommen darstellen. Kindergeld, welches von den Eltern an die Kinder weitergeleitet wird, wird als Einkommen angerechnet. Anders bei Kindern von Studierenden, die im Haushalt leben: hier bliebt das Kindergeld unberücksichtigt.

Hinweis: Inwiefern Einkommen oder zufließendes Geld berücksichtigt werden, kann sich auf die positive Entscheidung des Wohngeldantrages auswirken. Sollte der Wohngeldantrag aufgrund zu geringen Einkommens abgelehnt werden, so empfiehlt es sich im Rahmen der Plausibilitätsprüfung alle Einnahmen anzugeben.  Hier können z.B. Darlehen anerkannt und eine finanzielle Eigenständigkeit nachgewiesen werden.

 

Wohngeldanträge jetzt auch online
Wohngeldanträge vom Land Brandenburg können ab sofort auf der Internetseite des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) ausgefüllt und ausdruckt werden. Darüber hinaus wurden die Anträge überarbeitet und vereinfacht, um das Antragsprocedere zu verbessern. Besteht schon ein Wohngeldbezug, können die Folgeanträge (Weiterleistungs- oder Erhöhungsanträge) ebenfalls auf der Internetseite des MIL ausgefüllt und ausgedruckt werden. Ein Wohngeldrechner berechnet unter Berücksichtigung der Angaben unverbindlich die voraussichtliche Höhe des Wohngeldes.

Folgende Unterlagen werden bei der Antragstellung benötigt:

  • Personalausweis/ Pass
  • Negativbescheid über BAföG oder
  • Nachweis über Volldarlehen über BAföG
  • Mietvertrag, Mietquittungen und besondere Belastungen
  • Lohnsteuerkarte oder Lohnsteuerausgleich aus dem Vorjahr
  • Immatrikulationsbescheinigung

 

Weiterführende Links:
www.mil.brandenburg.de für Studierende, die im Land Brandenburg leben
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/formulare/de/wohnen.shtml für Studierende, die in Berlin wohnen

 

Für eine ausführliche Beratung zum Wohngeld empfiehlt sich eine persönliche Beratung in der Sozialberatung.

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