Studentenwerk Potsdam.
Quelle: www.Studentenwerk-Potsdam.de
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Häufig gestellte Fragen zum BAföG

Wie stelle ich einen Antrag auf Ausbildungsförderung?

BAföG wird frühestens ab dem Monat der Antragstellung gezahlt. Die Leistungen müssen schriftlich auf den dafür vorgesehenen Formblättern beantragt werden. Wer diese Formblätter noch nicht hat oder noch auf Unterlagen der Eltern wartet, kann zunächst auch fristwahrend ein einfaches Schreiben mit der Erklärung “hiermit beantrage ich Ausbildungsförderung“ abgeben. Die restlichen Unterlagen können dann nachgereicht werden.

Die für das Antragsverfahren notwendigen Formulare und entsprechende Merkblätter finden Sie direkt im Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerkes Potsdam oder auf unserer Internetseite unter Form-/Merkblätter.

Um durchgehend BAföG-Leistungen zu erhalten, müssen die Wiederholungsanträge spätestens zwei Monate vor dem Ende des laufenden Förderungszeitraumes (der in der Regel 12 Monate dauert) mit den erforderlichen Nachweisen im Amt für Ausbildungsförderung vorliegen.

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Wie hoch ist die Ausbildungsförderung?

Hochschülern, die noch bei den Eltern wohnen, wird der Grundbetrag von 422 Euro zugestanden. Studierende mit eigener Wohnung erhalten 597 Euro. Für eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung werden zusätzlich 73 Euro gewährt. Insgesamt können damit für Studierende, die im elterlichen Haushalt leben, 495 Euro und für die anderen 670 Euro zusammen kommen.

Ferner erhalten Auszubildende mit Kind zusätzlich für die Betreuung ihres Nachwuchses einen Zuschlag von monatlich 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind.

Das BAföG ist grundsätzlich abhängig vom Einkommen der Eltern und/oder des Ehegatten. Maßgebend für die Berechnung des BAföG sind hier deren Einkommensverhältnisse im vorletzten Jahr vor Beginn des Bewilligungszeitraumes. Wer also im Jahr 2012 BAföG beantragt, muss die Einkommensverhältnisse des Kalenderjahres 2010 nachweisen.

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Was ist zu tun, wenn sich das Einkommen meiner Eltern/meines Ehegatten sich verschlechtert hat?

Die Höhe der BAföG-Leistungen ist zwar grundsätzlich abhängig vom Einkommen der Eltern/des Ehepartners im vorletzten Kalenderjahr vor Antragstellung. Sofern sich aber das Einkommen zwischenzeitlich wesentlich vermindert hat, z. B. durch Arbeitslosigkeit, Rentenbezug o.ä., gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Aktualisierung zu stellen (Formblatt 7). Über die genauen Bedingungen sollten Sie sich vor Antragstellung auf jeden Fall im Amt für Ausbildungsförderung beraten lassen.

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Was ist zu tun, wenn meine Eltern den nach BAföG ermittelten Unterhaltsbetrag nicht zahlen?

Wenn die Eltern erklären, dass sie nicht (mehr) zahlungsfähig sind bzw. die laufenden Unterhaltsleistungen einstellen müssen oder –das gibt es natürlich auch- nicht zahlen wollen und ist dadurch die Ausbildung gefährdet, können Studierende einen sogenannten Antrag auf Vorausleistungen stellen (Formblatt 8). In diesem Fall zahlt das Amt für Ausbildungsförderung (zunächst) den offenen Unterhaltsbetrag anstelle der Eltern, wird später aber versuchen, den „Unterhaltsvorschuss“ von den Eltern zurückzuholen. Besteht allerdings keine Unterhaltsverpflichtung, wird für den entsprechenden Förderungszeitraum quasi elternunabhängige Förderung gewährt.

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Gibt es Fälle, in denen das Einkommen der Eltern unberücksichtigt bleibt?

Das BAföG sieht auch eine elternunabhängige Ausbildungsförderung vor. Wenn Studierende zwischen dem 18. Geburtstag und dem Studienbeginn mindestens fünf Jahre erwerbstätig waren oder bei Beginn des Studiums nach einer vorhergehenden 3jährigen Berufsaubildung 3 Jahre oder im Falle einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig waren, geht das Gesetz davon aus, dass eine Unterhaltspflicht der Eltern nicht besteht.

In den Jahren der Erwerbstätigkeit müssen Sie sich aus dem erzielten Einkommen selbst unterhalten haben. Bei den o.g. Zeiten werden z.B. auch Zeiten des Wehr- und Zivildienstes oder der Kindererziehung mitgerechnet.

Elternunabhängige Förderung wird ebenfalls geleistet, wenn Sie bei Beginn des Studiums das 30. Lebensjahr vollendet haben. Wichtig ist hierbei aber: Wenn Sie ein Studium nach Vollendung des 30. Lebensjahres aufnehmen, können Sie nur Förderung erhalten, wenn Sie besondere Voraussetzungen erfüllen. Sie sind hier grundsätzlich gehalten Ihre Ausbildung unverzüglich nach Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung anzufangen. Lassen Sie sich hierzu aber unbedingt im Amt für Ausbildungsförderung vor Antragstellung beraten.

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Wie lange wird gefördert?

Die Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzeit, die in der Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule für die jeweilige Fachrichtung festgelegt ist. In besonderen Fällen wird Ausbildungsförderung über das Ende der Förderungshöchstdauer hinaus geleistet, wenn sich das Ende des Studiums aus folgenden Gründen verzögert:

  • Krankheitsbedingte Verzögerungen,
  • Mitwirkung in zentralen Organen der Hochschule
  • Erstmaliges Nichtbestehen der Abschlussprüfung
  • Behinderung, Schwangerschaft und Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren (Förderung zu 100% als Zuschuss) 

Außerdem kann für max. 12 Monate Hilfe zum Studienabschluss gewährt werden, wenn der Student innerhalb der Förderungshöchstdauer oder der verlängerten Förderung zur Abschlussprüfung zu gelassen ist und er in 12 Monaten abschließen kann.

Auch hier gilt: Auf jeden Fall im Amt vorsprechen und sich beraten lassen!

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Welche Leistungsnachweise muss ich erbringen?

Mit Beginn des 5. Fachsemesters wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn eine Leistungsbescheinigung (Formblatt 5) vorgelegt wird, mit der die „üblichen“ Studienleistungen des jeweils erreichten Semesters attestiert werden. Als geeignete Leistungsnachweise gelten u.a.

  • ein innerhalb der ersten 4 Monate des 4. Fachsemesters ausgestellter und vorgelegter Nachweis, mit dem der gegen Ende des 3. Semesters erreichte Leistungsstand des 3. Semesters bescheinigt wird

oder

  • ein innerhalb der beiden letzten Monate des 4. Fachsemesters oder der ersten 4 Monate des 5. Fachsemesters ausgestellter und vorgelegter Nachweis, mit dem der zum Ende des 4. Fachsemesters erreichte Leistungsstand des 4. Fachsemesters bescheinigt wird

oder

  • anstelle des Formblatts 5 eine Bescheinigung bzw. einen Ausdruck über die individuell erreichte ECTS-Punktzahl. Dies gilt als Ersatz für das Formblatt 5. Die erforderlichen Leistungen sind erbracht, wenn die erreichte Punktzahl mindestens der Punktzahl entspricht, die nach der Festlegung des zuständigen hauptamtlichen Mitglieds des Lehrkörpers der Ausbildungsstätte als üblich anzusehen ist.

Was „übliche Leistungen“ sind entscheidet nicht das Amt für Ausbildungsförderung, sondern ein hauptamtlicher Mitarbeiter des Lehrkörpers der Hochschule (sog. „BAföG-Beauftragter“). Der Leistungsnachweis ist für den Studiengang bzw. die Fachrichtung, für den die Förderung gewährt wurde, zu erbringen (bei Mehrfachstudiengängen grds. für jedes einzelne Fach).

Wichtig: Bei Vorliegen besonderer Umstände, wie

  • Krankheitsbedingte Verzögerungen,
  • Mitwirkung in zentralen Organen der Hochschule
  • Erstmaliges Nichtbestehen der Zwischenprüfung
  • Behinderung, Schwangerschaft und Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren (Förderung zu 100% als Zuschuss)

kann das Amt für Ausbildungsförderung die Vorlage des Leistungsnachweises zu einem späteren Zeitpunkt zulassen. Bitte sprechen Sie rechtzeitig vor und lassen sich beraten.

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Was ist zu tun, wenn ich beabsichtige, die Fachrichtung zu wechseln bzw. das Studium abzubrechen?

Ein Fachrichtungswechsel bzw. Abbruch der ursprünglichen Ausbildung ist förderungsrechtlich unschädlich, wenn er bis zum Beginn des 4. Fachsemesters aus wichtigem Grund durchgeführt wird. Bis zum Beginn des dritten Fachsemesters und dem erstmaligen Wechsel bzw. Abbruch wird das Vorliegen eines wichtigen Grundes grundsätzlich unterstellt.

Werden nach einem Wechsel der Fachrichtung Fachsemester auf die neue Fachrichtung angerechnet, kann u.U. auch einem Wechsel nach mehr als 3 Fachsemestern zugestimmt werden.  So kann bspw. ein unverzüglicher Wechsel nach 4 Fachsemestern unter Anrechnung von 2 Fachsemestern der alten Ausbildung auf die neue wie ein Fachrichtungswechsel nach 2 Semestern behandelt werden.

Die Förderung nach dem ersten Fachrichtungswechsel wird für die gesamte neue Regelstudienzeit gewährt. Ab dem zweiten Fachrichtungswechsel werden die in der ursprünglichen Ausbildung bereits verbrachten und auf die neue Ausbildung nicht angerechneten Fachsemester allerdings zum Ende der Förderungshöchstdauer nur noch durch ein Bankdarlehen gefördert.

Erfolgt der Wechsel aus unabweisbarem Grund (durch Unfall mit der Folge, dass das Studium nicht fortgesetzt werden kann oder der Beruf später nicht ausgeübt werden kann), so steht dem Fachrichtungswechsel auch im späteren Fachsemester nichts im Wege.

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Werden Einnahmen aus einer Nebentätigkeit auf das BAföG angerechnet?

Einkünfte aus einer Nebentätigkeit als Angestellte/r sind in Höhe von brutto 400 Euro pro Monat unschädlich. Für Selbstständige ist die Anrechnungsgrenze des durchschnittlich monatlichen Gewinns 324 Euro. Für verheiratete Auszubildende oder Studierende mit Kindern erhöhen sich allerdings diese Einkommensgrenzen. Wurde in einem Monat kein Einkommen erzielt, kann im nächsten Monat entsprechend mehr verdient werden. Etwas anderes gilt nur bei der Anrechnung von Praktikumsbezügen und Waisenrenten. Von der Waisenrente bleibt der Schonbetrag von 125 Euro/mtl. anrechnungsfrei. Praktikumsvergütungen unterliegen keiner Freibetragsregelung.

Näheres finden Sie in unserem BaföG-Merkblatt "Jobben".

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Kann ich mit BAföG auch ins Ausland?

Reisen bildet! Das meint auch der BAföG-Gesetzgeber. Das Studium kann mit BAföG im Ausland begonnen (s. Urteil des Europäischen Gerichtshofes  -Az.: C-11/06 und C-12/06- oder auch fortgesetzt und sogar abgeschlossen werden. Bei Rückkehr ins Inland ohne Abschluss werden 2 Semester der im Ausland verbrachten Studienzeiten nicht auf die Förderungshöchstdauer angerechnet. Diese wird dann entsprechend um 2 Semester verlängert. Wichtig: Die Anträge auf Auslands-BAföG sind bei speziell hierfür eingerichteten Förderungsämtern zu stellen. Welches Amt für Ihren Fall zuständig ist, erfahren Sie hier.

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Muss BAföG zurückgezahlt werden?

Die Ausbildungsförderung wird je zur Hälfte als zinsloses Darlehen und als Zuschuss gezahlt.  Für Förderungszeiten über die Höchstdauer hinaus aufgrund von Kindeserziehung erfolgt die BAföG-Gewährung in Form eines Vollzuschusses. Das zurückzuzahlende Darlehen beträgt bei Studienanfang ab März 2001 maximal 10.000,00 Euro. Die Rückzahlung beginnt 5 Jahre nach dem Ende der BAföG-Förderungshöchstdauer. Die Höhe der monatlich zurückzuzahlenden Raten liegt in der Regel bei 105,00 Euro. Der Darlehenserlass aufgrund von vorzeitiger Rückzahlung kann frühestens nach Eingang des Rückzahlungsbescheides beim Bundesverwaltungsamt (www.bundesverwaltungsamt.de) beantragt werden. Die Rückzahlung ist einkommensabhängig, d.h. Geringverdiener können von der Rückzahlung freigestellt werden. )

Adressen- und Namensänderungen nach dem Ende Ihres Studiums sind dem Bundesverwaltungsamt zu melden (BVA, 50728 Köln; bafoeg(at)bva.bund.de).

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