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Sie haben Fragen zum BAföG?

Wir haben Antworten!

Finden Sie Ihre Frage hier nicht beantwortet, wenden Sie sich bitte an unsere allgemeine BAföG-Beratung oder kontaktieren Sie Ihre persönliche BAföG-Sachbearbeiterin bzw. Ihren persönlichen BAföG-Sachbearbeiter. Wir stehen Ihnen gerne bei allen offenen Fragen zum BAföG mit Rat und Tat zur Seite.

„BAföG“ ist die Abkürzung für „Bundesausbildungsförderungsgesetz“ und steht für eine Sozialleistung. Ihre Ausbildung wird staatlich unterstützt, wenn Sie oder Ihre Familie die Ausbildung nicht finanzieren können.

Die Ausbildungsförderung nach dem BAföG setzt sich zu gleichen Teilen aus einer Zuschussförderung und einer zinslosen Darlehensförderung zusammen. Den Darlehensanteil zahlen Sie später zurück.

Deutsche Studierende können Förderung erhalten, wenn sie bei Ausbildungsbeginn das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Masterstudierende das 35. Lebensjahr). Aber es gibt hierbei auch Ausnahmen, z.B. für diejenigen, die Kinder unter zehn Jahren erziehen oder für Auszubildende, die ihre Hochschulzugangsvoraussetzung auf dem zweiten Bildungsweg erworben haben.

Auch ausländische Studierende können BAföG-Leistungen erhalten, wenn sie einen rechtmäßigen Aufenthaltsstatus besitzen, beispielsweise Unionsbürger*innen mit Daueraufenthaltsrecht, Flüchtlinge mit Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen oder rechtmäßig Geduldete. Zusätzlich müssen sie bestimmte weitere Voraussetzungen erfüllen. Bitte lassen Sie sich hierzu individuell im Amt für Ausbildungsförderung beraten.

Wenn Sie ein Erststudium beginnen, so ist dieses grundsätzlich förderungsfähig. Auch bei Ihrem zweiten Bildungsweg und einer sich daran anschließenden Ausbildung haben Sie Chancen auf eine BAföG-Förderung.

Baut Ihr Master-Studium auf einen Bachelor-Studiengang auf, so gibt der Gesetzgeber hierfür ebenfalls grünes Licht. Auch wer nur vorläufig zum Master-Studium zugelassen ist, kann BAföG-Leistungen erhalten. Die endgültige Zulassung reichen Sie innerhalb eines Jahres nach.

Beim erstmaligen Fachrichtungswechsel im Erststudium (z.B. Bachelor) wird das neue Studium innerhalb der Regelstudienzeit weiter gefördert. Hierbei muss Ihr Wechsel aus einem wichtigen Grund und vor Beginn des vierten Semesters erfolgen. Entscheiden Sie sich erst danach, können Sie BAföG bekommen, wenn der Wechsel aus einem unabweisbaren Grund notwendig war. Ändern Sie die Fachrichtung während Ihres Master-Studiums, müssen Sie dafür ebenfalls einen unabweisbaren Grund angeben.

Gefördert wird nicht mehr bis zur letzten Prüfungsleistung, sondern bis zum Ende des Monats, in dem die Bekanntgabe des Gesamtergebnisses erfolgt. Diese ist die erste durch die Hochschule oder das Prüfungsamt erteilte verbindliche Benachrichtigung über den erfolgreichen Abschluss des Ausbildungsabschnittes. Die Förderung ist jedoch auf den Zeitpunkt bis zum Ablauf von zwei Monaten nach dem Monat begrenzt, in dem der letzte Prüfungsteil abgelegt wurde.

Zudem werden bereits seit dem 01.08.2015 Förderungsleistungen bei vorläufiger Zulassung zum Masterstudium erbracht, sofern danach innerhalb eines Jahres eine endgültige Zulassung zum Masterstudium nachgewiesen wird. Zur besseren Planbarkeit können Sie auch schon vor der Aufnahme eines Masterstudiums einen Vorabentscheid über die Förderungsfähigkeit dem Grunde nach für Ihr Wunsch-Masterstudium beantragen.

Beim erstmaligen Fachrichtungswechsel im Erststudium (z.B. Bachelor) wird das neue Studium innerhalb der Regelstudienzeit weiter gefördert. Hierbei muss Ihr Wechsel aus einem wichtigen Grund und vor Beginn des vierten Semesters erfolgen. Entscheiden Sie sich erst danach für einen Fachrichtungswechsel, erhalten Sie BAföG-Leistungen nur, wenn der Wechsel aus einem unabweisbaren Grund notwendig war. Ändern Sie die Fachrichtung während Ihres Master-Studiums, müssen Sie dafür ebenfalls einen unabweisbaren Grund angeben.

Haben Sie Ihr Studium abgebrochen und ändern bei späterer Wiederaufnahme des Studiums die Fachrichtung, gelten die gleichen Grundsätze wie beim Fachrichtungswechsel.

Lassen Sie sich vor Ihrer Entscheidung für einen Fachrichtungswechsel von unseren BAföG-Berater*innen ausführlich beraten.

Die Förderungshöhe wird individuell berechnet, da hier mehrere Komponenten zusammenspielen. Unsere persönliche oder telefonische BAföG-Beratung kann Ihre konkreten Fragen beantworten!

Generell gilt, dass Ihr Lebensunterhalt und Ihre Ausbildung (= Bedarf) finanziell gefördert werden. Dafür hat der Staat pauschale Regelsätze vorgesehen, die sich danach richten, ob Sie bei Ihren Eltern wohnen oder nicht. Auch hängt die Höhe der BAföG-Leistungen von Ihren eigenen Vermögens- und Einkommensverhältnissen ab sowie vom Einkommen Ihrer Eltern oder Ihres Ehe- bzw. Lebenspartners. Warum? Die Familienabhängigkeit begründet sich damit, dass zuerst Ihr Ehe- bzw. Lebenspartner oder Ihre Eltern unterhaltspflichtig sind. Sozialleistungen kommen erst als letzte „Geldquelle“ in Betracht.

Der maximale Grundbedarf beträgt zurzeit monatlich 399 Euro. Für diejenigen, die bei ihren Eltern leben, kommt noch eine Pauschale für die Unterkunft in Höhe von 52 Euro hinzu. Wohnen Sie nicht mehr zu Hause, beträgt die Pauschale 250 Euro. Wenn Sie studentisch versichert sind, erhalten Sie zusätzlich 71 Euro als Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung sowie 15 Euro zur Pflegeversicherung.

Rechnet man alles zusammen, ergibt sich eine monatliche Maximalförderung von 537 Euro für diejenigen, die bei ihren Eltern wohnen. Leben Sie in einer eigenen Wohnung, sind es 735 Euro.

Sie sind verheiratet oder haben Geschwister, die auch eine Ausbildung machen? Dann kommen Freibeträge ins Spiel, die sich noch einmal auf die Höhe Ihres BAföG-Anspruchs auswirken. Auch können Sie nebenbei bis zu 450 Euro als Minijobber verdienen, ohne dass sich Ihre Förderung verringert.

Üben Sie während Ihres Studiums einen Nebenjob aus, können Sie umgerechnet auf den Monat bis zu 450 Euro dazu verdienen, ohne dass sich Ihre Förderung verringert. Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihre

Erwerbstätigkeit rechtzeitig beim Amt für Ausbildungsförderung anzeigen bzw. Änderungen Ihres Beschäftigungsverhältnisses rechtzeitig mitteilen.

Für weiterführende Informationen empfehlen wir einen Blick in den Flyer "Jobben – Kurzinformation für Studierende" (01/2017). Gern können Sie aber auch zu uns in die Beratung kommen und wir klären Ihre Fragen ganz individuell anhand Ihrer persönlichen Situation.

Für viele Studierende ist das Kindergeld eine wichtige finanzielle Hilfe während des Studiums. Der Kindergeldanspruch hängt von der Art der Ausbildung und vom Alter ab. Kindergeld wird mindestens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Solange Sie eine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen oder ein Studium absolvieren, besteht der Kindergeldanspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres fort. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es sogar manchmal möglich, noch über die genannte Altersgrenze hinaus Kindergeld zu beziehen.

Näheres hierzu erläutert dieses Merkblatt.

Hinweis: Das Kindergeld wird nicht als Einkommen angerechnet, wenn es um die Berechnung des BAföG-Anspruchs geht.

Wichtig: Das Kindergeld wird in der Regel Ihren Eltern gezahlt, um die Unterhaltsbelastungen abzufedern. Ihre Eltern müssen das Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse beantragen. Sofern Sie sich in einer Erstausbildung befinden, lassen sich Kindergeld und studentischer Nebenjob gut miteinander kombinieren. Haben Sie bereits eine Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen, so besteht der Kindergeldanspruch nur dann fort, wenn die von Ihnen ausgeübte Erwerbstätigkeit „unschädlich“ ist. Dies ist der Fall, wenn die regelmäßige Wochenarbeitszeit insgesamt nicht mehr als 20 Stunden beträgt oder die Beschäftigung geringfügig ist.

Mit dem Inkrafttreten des 25. BAföG-Änderungsgesetzes wurden ab 01.01.2016 die Bedarfssätze und die Freibeträge um 7 % angehoben. Die konkreten Änderungen finden Sie nachstehend:

  • Der Grundbedarf hat sich von 373 Euro auf 399 Euro erhöht.
  • Der Bedarf für die Unterkunft stieg von 224 Euro auf 250 Euro (nicht bei den Eltern wohnend) bzw. von 49 Euro auf 52 Euro (bei den Eltern wohnend).
  • Der Krankenversicherungszuschlag wurde von 62 Euro auf 71 Euro und der Pflegeversicherungszuschlag von 11 Euro auf 15 Euro erhöht.
  • Freibeträge: Hier stieg beispielsweise der Freibetrag vom Vermögen des Auszubildenden von 5.200 Euro auf 7.500 Euro. Der Freibetrag vom Einkommen des Auszubildenden wurde von 255 Euro auf 290 Euro angehoben. Bei dem Einkommen der Eltern wurde beispielsweise der Freibetrag für miteinander verheiratete Eltern von 1.605 Euro auf nunmehr 1.715 Euro angehoben.

 

 

 

 

Steht Ihnen als Studierender kein Unterhalt mehr von den Eltern zu, erhalten Sie elternunabhängige BAföG-Förderung. Hierbei wird das Einkommen Ihrer Eltern nicht mehr berücksichtigt. Dies trifft zu, wenn Sie:

  • nach dem 18. Lebensjahr fünf Jahre gearbeitet haben oder

  • nach einer dreijährigen Berufsausbildung drei Jahre erwerbstätig waren und sich dadurch selbstständig finanzieren konnten.

Sie erhalten BAföG-Leistungen während Ihres Studiums, auch für die vorlesungsfreie Zeit. Die Förderung beginnt ab dem Monat der Antragstellung, frühestens jedoch ab Ausbildungsbeginn. Die maximale Dauer (Förderungshöchstdauer) richtet sich nach der Regelstudienzeit des jeweiligen Studiengangs. Diese ist in der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung festgesetzt.
Verlängert sich Ihr Studium aus bestimmten Gründen, können Sie ausnahmsweise BAföG-Leistungen über die Förderungshöchstdauer erhalten. Solche Fälle sind z.B. Krankheit, Behinderung, Tätigkeit in einem Hochschulgremium, erstmaliges Nichtbestehen der Abschlussprüfung oder die Pflege und Erziehung eines Kindes.

Können Sie keine Gründe nachweisen, die eine Weiterförderung über die Förderungshöchstdauer hinaus rechtfertigen, schaffen es jedoch, Ihr Studium nach der Regelstudienzeit innerhalb von 12 Monaten abzuschließen, so haben Sie die Möglichkeit, „Hilfe zum Studienabschluss“ als verzinsliches Bankdarlehen zu beantragen. Nähere Informationen zu den Bedingungen für die Gewährung eines Studienabschlussdarlehens erhalten Sie in der persönlichen Beratung in Ihrem BAföG-Amt.

Bisher endete bei Hochschulstudiengängen die Ausbildung und damit auch die Förderungsdauer unmittelbar mit dem Monat, in dem der letzte Prüfungsteil abgelegt wurde – auch wenn zu diesem Zeitpunkt weder das Semester selbst abgeschlossen noch das Prüfungsergebnis bekannt war. Für die Wartezeit bis zum Abschluss der Bewertung des letzten Prüfungsteils und Mitteilung des Gesamtergebnisses des erfolgreichen Studienabschlusses wurde bisher auch innerhalb der Förderungshöchstdauer keine Förderung nach dem BAföG geleistet.

Mit der Neuregelung für Hochschulausbildungen in § 15b Abs. 3 S. 2 BAföG wird den Studierenden künftig jedoch – bei noch nicht abgelaufener Förderungshöchstdauer – Förderung grundsätzlich so lange durchgängig gewährt, bis sie Klarheit darüber haben, ob sie ihr Studium abgeschlossen haben. Hierzu wird bis zum Ende des Monats der Bekanntgabe des Gesamtergebnisses weiter Förderung gewährt und zwar ohne Rückforderungsvorbehalt auch im Falle des erfolgreichen Abschlusses. Hierbei ist die maximale Förderungsdauer allerdings auf de
n Zeitpunkt bis zum Ablauf von zwei Monaten nach dem Monat

begrenzt, in dem der letzte Prüfungsteil abgelegt wurde. Demnach ist dem BAföG-Amt nicht nur der Termin der letzten Prüfungsleistung, sondern auch das Datum der ersten durch die Hochschule oder das Prüfungsamt erteilten verbindlichen Benachrichtigung unverzüglich mitzuteilen. Diese kann z.B. erfolgen durch

  • Aushang an der Fakultät
  • Mitteilung des Prüfungsergebnisses durch Brief
  • Eröffnung der Möglichkeit zur Noteneinsicht über Online-Verwaltungsserver der Hochschulen unter Bekanntgabe des Termins, ab dem die Ergebnisse auf dem Server eingesehen werden können

Dabei reicht es als Bekanntgabe des Gesamtergebnisses aus, wenn dem Studenten mitgeteilt wird, dass er die Ausbildung bestanden hat. Noch ausstehende Bewertungen von Prüfungsleistungen, die nur die Note des Studienabschlusses beeinflussen, bleiben in diesem Zusammenhang unberücksichtigt.

Einen Teil schenkt Ihnen der Staat. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen, das Sie erst fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer (!) zurückzahlen. Von dem Darlehen müssen maximal nur 10.000 Euro zurückgezahlt werden.

Die Höhe der monatlichen Rückzahlungsrate ist abhängig von Ihrem Einkommen und beträgt mindestens 105 Euro. Geringverdiener können für einen gewissen Zeitraum sogar von der Rückzahlung freigestellt werden. Für die Rückzahlung des Darlehensanteils ist das Bundesverwaltungsamt in Köln zuständig.

Studienaufenthalte und Praktika im Ausland fördert der Staat ebenfalls. Dafür müssen Sie einen gesonderten Antrag beim für das jeweilige Land zuständigen Auslandsamt stellen. Eine entsprechende Liste finden Sie im Flyer des Deutschen Studentenwerks "Mit BAföG ins Ausland".

Möchten Sie innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten sowie der Schweiz studieren, ist dieses von Anfang bis Ende förderungsfähig. Für alle anderen Staaten kommt „Auslands-BAföG“ zunächst bis zu einem Jahr und für maximal fünf Semester in Betracht.

Den Antrag auf Ausbildungsförderung stellen Sie schriftlich – mit Ihrer Unterschrift versehen – beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung. Dafür müssen Sie die amtlichen Formblätter verwenden. Diese finden Sie online auf den Seiten des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und auf unserer Webseite unter dem Menüpunkt „Formblätter“. Beachten Sie bitte die Erläuterungen und fügen Sie Ihrem Antrag die erforderlichen Belege und Nachweise bei. Nur dann sind eine schnelle Antragsbearbeitung und rechtzeitige Zahlungen möglich.

Für eine fristwahrende Antragstellung haben Sie die Möglichkeit, vorab einen schriftlichen, ansonsten formlosen Antrag beim BAföG-Amt

einzureichen. Die restlichen Unterlagen reichen Sie anschließend nach. Ausbildungsförderung wird vom Beginn des Monats an geleistet, in dem das Studium aufgenommen wird, frühestens jedoch ab dem Monat der Antragstellung.

Um durchgehend BAföG-Leistungen zu erhalten, sollten Sie die Wiederholungsanträge spätestens zwei Monate vor dem Ende des laufenden Bewilligungszeitraumes (der in der Regel 12 Monate dauert) mit den erforderlichen Nachweisen in Ihrem Amt für Ausbildungsförderung vorlegen.

Die Höhe der BAföG-Leistungen ist grundsätzlich abhängig vom Einkommen der Eltern bzw. des Ehegatten oder Lebenspartners. Maßgebend sind die positiven Einkünfte im vorletzten Kalenderjahr vor Antragstellung. Sofern sich aber das Einkommen zwischenzeitlich

wesentlich vermindert hat, z. B. durch Arbeitslosigkeit, Rentenbezug o.ä., können Sie einen Antrag auf Aktualisierung stellen (Formblatt 7). Lassen Sie sich vor Antragstellung über die genauen Bedingungen bei uns im BAföG-Amt beraten.

Wenn sich Ihre Eltern weigern, die erforderlichen Auskünfte über ihre Einkommensverhältnisse zu erteilen oder Ihre Eltern die errechneten Unterhaltsbeträge nicht zahlen, können Sie einen sogenannten Antrag auf Vorausleistungen (Formblatt 8) stellen, sofern Ihre Ausbildung ohne die Leistung der Unterhaltsbeträge gefährdet ist. In diesem Fall zahlt das Amt für Ausbildungsförderung (zunächst) den offenen Unterhaltsbetrag anstelle Ihrer Eltern. Der bestehende Unterhaltsanspruch geht kraft

Gesetzes auf das Land Brandenburg über, vertreten durch das Studentenwerk Potsdam. Wir als Studentenwerk Potsdam ergreifen dann die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um die vorausgeleisteten Unterhaltsbeträge gegen die Eltern, notfalls auch gerichtlich, geltend zu machen. Haben Sie spezielle Fragen zum Vorausleistungsverfahren, informieren Sie sich bitte bei uns im BAföG-Amt.

Mit Beginn des 5. Fachsemesters haben Sie nur Anspruch auf BAföG-Leistungen, wenn Sie den üblichen Leistungsstand zum Ende des vorhergehenden Semesters erreicht haben und einen geeigneten Leistungsnachweis beim BAföG-Amt vorlegen. Als geeignete Leistungsnachweise gelten:

  • ein Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung, sofern diese Prüfung erst vom Ende des dritten Fachsemesters an abgeschlossen werden kann und tatsächlich vor dem Ende des vierten Fachsemesters abgeschlossen worden ist.
  • eine nach Beginn des vierten Fachsemesters ausgestellte Bescheinigung der Ausbildungsstätte darüber, dass der Auszubildende die bei geordnetem Verlauf seiner Ausbildung bis zum Ende des jeweils erreichten Fachsemesters üblichen Leistungen erbracht hat. Für diese Bescheinigung ist das Formblatt 5 zu verwenden.
  • einen nach Beginn des vierten Fachsemesters ausgestellten Nachweis über die bis dahin erworbene Anzahl von Leistungspunkten nach dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS), wenn die bei geordnetem Verlauf der Ausbildung bis zum Ende des jeweils erreichten Fachsemesters übliche Zahl an ECTS-Leistungspunkten nicht unterschritten wird.

Was „übliche Leistungen“ sind, entscheiden nicht wir als Amt für Ausbildungsförderung, sondern ein hauptamtlicher Mitarbeiter des

Lehrkörpers der Hochschule – der sogenannte „BAföG-Beauftragte“. Der Leistungsnachweis ist für den Studiengang bzw. die Fachrichtung zu erbringen, für den die Förderung gewährt wurde. Sind Sie für Mehrfachstudiengänge eingeschrieben, muss dies für jedes einzelne Fach erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass die Nachweise nur dann noch als rechtzeitig vorgelegt gelten, wenn Sie diese innerhalb der ersten vier Monate des folgenden Semesters vorlegen und sich aus ihnen ergibt, dass die darin ausgewiesenen Leistungen bereits in dem vorhergehenden Semester erbracht worden sind.

Wichtig: Liegen bei Ihnen besondere Umstände vor, ist es möglich, dass wir den Leistungsnachweis erst zu einem späteren Zeitpunkt zulassen können. Bitte kontaktieren  Sie uns rechtzeitig und lassen sich von uns individuell beraten.

Besondere Umstände sind z.B.:

  • krankheitsbedingte Verzögerungen,
  • Mitwirkung in zentralen Organen der Hochschule,
  • erstmaliges Nichtbestehen der Zwischenprüfung,
  • Behinderung, Schwangerschaft, Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu 10 Jahren.

Beim erstmaligen Fachrichtungswechsel im Erststudium (z.B. Bachelor) wird das neue Studium innerhalb der Regelstudienzeit weiter gefördert. Hierbei muss Ihr Wechsel aus einem wichtigen Grund und vor Beginn des vierten Semesters erfolgen. Entscheiden Sie sich erst danach, können Sie

BAföG bekommen, wenn der Wechsel aus einem unabweisbaren Grund notwendig war. Ändern Sie die Fachrichtung während Ihres Master-Studiums, müssen Sie dafür ebenfalls einen unabweisbaren Grund angeben.

Wenn Sie BAföG erhalten und einen nichstelbständigen Nebenjob haben, sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten und nur bis zu 450 Euro monatlich (Minijob) verdienen. Dann ist dies unschädlich für Ihren BAföG-Bezug. Bei Selbstständigen liegt die Anrechnungsgrenze bei einem monatlichen Gewinn von 324 Euro.

Da es hierbei doch einige Optionen und Regelungen gibt, empfehlen wir einen Blick in den Flyer "Jobben – Kurzinformation für Studierende" (01/2017). Darin finden Sie weiterführende Infos. Gern können Sie aber auch zu uns in die Beratung kommen und wir schauen gemeinsam auf Ihre individuelle Situation.

Bereits seit dem 01.08.2015 wird eine Abschlagzahlung bei längerer Bearbeitung von Erstanträgen von bis zu 80 % des jeweils voraussichtlich

zustehenden Bedarfs ausgezahlt und ist daher nicht mehr nur auf maximal 360 Euro monatlich begrenzt.

In den Studiengängen Rechtswissenschaft und Medizin ist es an einigen Hochschulen möglich, zeitgleich im Bachelor- und Staatsexamensstudiengang eingeschrieben zu sein. Ist der Bachelorstudiengang dabei vollständig im Staatsexamensstudiengang integriert und wird der Bachelorabschluss parallel zum

Staatsexamensstudium abgeschlossen, so erfolgt eine weitere Förderung bis zum Erreichen des Staatsexamensabschlusses, wenn sich durch das integrierte Bachelorstudium die Studiendauer im Verhältnis zum bloßen Staatsexamensstudiums ohne den zusätzlichen Bachelorabschluss nicht verlängert.