Das BAföG soll zum Herbst 2024 reformiert werden

|   BAföG & Finanzen

Geplant sind höhere Freibeträge, Flexisemester und eine Studienstarthilfe

Das Bundeskabinett hat am 06.03.2024 das 29. BAföG-Änderungsgesetz beschlossen. Die wichtigsten Elemente des Gesetzentwurfs sind:

  • Einführung einer Studienstarthilfe von 1.000 Euro für junge Menschen aus Bedarfsgemeinschaften im Sinne des SGB II oder mit ähnlichem Sozialleistungsbezug (z.B. Wohngeld, Bürgergeld, Kinderzuschlag) für die Erstausstattung im Studium – die Antragsmodalitäten zur Studienstarthilfe sind bislang noch nicht bekannt
  • Einführung eines Flexibilitätssemesters, das einmalig ohne weitere Voraussetzungen über die Förderungshöchstdauer des jeweiligen Studiengangs hinaus in Anspruch genommen werden kann
  • Verlängerung der Frist, innerhalb derer ein Fachrichtungswechsel vorgenommen werden kann
  • Anhebung der Freibeträge vom Einkommen der Eltern und Ehe- oder Lebenspartner*in der Geförderten
  • Anpassung des Freibetrags für eigenes Einkommen bis zu der ab 2025 geltenden „Minijob-Grenze“ (556 €)
  • Anpassung der Rückzahlungsraten von 130 € auf 150 € pro Rate (max. 77 Raten sind zu zahlen = max. 11.550 €)

Nach Abschluss des parlamentarischen Beratungsverfahrens sollen die Änderungen voraussichtlich zum Wintersemester 2024/25 in Kraft treten. Wir halten die Studierenden auf dem Laufenden, insbesondere auch zur Beantragung der Studienstarthilfe. Weiterführende Informationen stellt auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung.

Zur News-Übersicht