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Corona-Virus: Keine Nachteile für BAföG-berechtigte Studierende

|   BAföG & Finanzen

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Ihrer BAföG-Förderung

1. Bekomme ich weiterhin BAföG?

Ja. BAföG-berechtigten Studierenden entstehen durch die Verschiebung der Präsenzlehrveranstaltungen keine Nachteile. Pandemiebedingte Schließungen von Ausbildungsstätten im Sinne von § 2 BAföG sowie von förderungsfähigen Ausbildungsstätten im Ausland (kurzfristige Schließungen von Ausbildungsstätten bzw. Verlängerung deren vorlesungsfreien Zeiten) sind förderungsrechtlich unschädlich. Diese Schließzeiten werden als unterrichts- bzw. vorlesungsfreie Zeiten im Sinne von § 15 Abs. 2 BAföG behandelt.

Sie erhalten für den genannten Bewilligungszeitraum wie gewohnt Ihre BAföG-Zahlungen.

2. Mein Studium startet im Sommersemester 2020. Bekomme ich trotzdem ab sofort BAföG?

Auch Studienanfänger*innen, deren Semesterbeginn sich pandemiebedingt verzögert, erhalten ihr BAföG so, als ob die Präsenzvorlesungen zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt begonnen hätten. Sofern dem Amt für Ausbildungsförderung ein vollständiger Antrag vorliegt und der BAföG-Antrag positiv beschieden wurde, bekommen Sie ab dem Monat der Antragsstellung (frühestens jedoch ab März 2020) BAföG.

3. Meine Hochschule bietet Online-Veranstaltungen an. Bin ich als BAföG-Empfänger*innen verpflichtet daran teilzunehmen?

Sobald die Hochschulen ein Online-Lehrangebot zur Verfügung stellen, um den Ausbildungsbetrieb auf diese Weise aufrecht zu erhalten, bleiben die Auszubildenden als Förderungsvoraussetzung verpflichtet, an diesem Online-Lehrangebot teilzunehmen, um weiter die jeweiligen BAföG-Leistungen beziehen zu können.

4. BAföG und Auslandsstudium: Erhalte ich unter diesen Umständen BAföG?

Sofern die Einreise ins Ausland aufgrund dortiger aktueller Einreisebeschränkungen zur Pandemievorsorge nicht möglich ist, gilt das unter Punkt 1. und 2. Gesagte entsprechend (d.h. zunächst BAföG-Weiterförderung im bisherigen Umfang und Teilnahmeobliegenheit bei entsprechend verfügbarem Online-Lehrangebot).

5. Wie kann ich das Amt für Ausbildungsförderung derzeit kontaktieren?

Die persönlichen Sprechzeiten finden bis einschließlich 19. April nicht mehr statt. Sie können die Mitarbeiter*innen stattdessen von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 15 Uhr telefonisch kontaktieren, freitags von 9 bis 14 Uhr. Per E-Mail können Sie ebenfalls Kontakt aufnehmen. Sollten Sie Post einwerfen wollen, können Sie diese in unserem Studentenwerksbriefkasten am Eingang Babelsberger Straße 2 (Lange Brücke) hinterlassen. Für die Übermittlung von Unterlagen steht Ihnen unser Upload-Portal zur Verfügung.  

6. Für meinen BAföG-Antrag ist die Mitwirkung der Hochschule erforderlich, diese ist persönlich nicht erreichbar. Was kann ich tun?

Sollte für Ihren BAföG-Antrag eine Bestätigung der Hochschule (z. B. Formblatt 5) erforderlich sein, setzen Sie sich bitte auf elektronischem Wege mit der zuständigen Personen oder Ihrem jeweiligen Fachbereich oder dem Prüfungsamt in Verbindung und fordern die Unterlagen auf digitalem Wege an. Sollte dies nicht möglich sein, kontaktieren Sie bitte das Amt für Ausbildungsförderung.

7. Ich habe bisher kein BAföG bekommen. Meine Eltern oder ein Elternteil sind akut von der Corona-Krise betroffen; sie haben kein oder nur ein stark vermindertes Einkommen. Habe ich jetzt Anspruch auf BAföG?

Wenn Sie aufgrund des Elterneinkommens bisher kein BAföG erhalten haben, Ihre Eltern aber jetzt weniger verdienen, können Sie jederzeit einen neuen BAföG-Antrag stellen und mit einer Aktualisierung (Formblatt 7) das aktuelle Elterneinkommen zugrunde legen lassen.

8. Ich bekomme bereits BAföG, aber meine Eltern oder ein Elternteil sind akut von der Corona-Krise betroffen; sie haben kein oder nur ein stark vermindertes Einkommen.Erhöht sich dadurch meine BAföG-Satz?

Wenn Sie bereits BAföG erhalten, aber aktuell das Elterneinkommen (zum Beispiel eben wegen Kurzarbeit) geringer ist, können Sie einen BAföG-Aktualisierungsantrag (Formblatt 7) stellen und Ihr BAföG-Amt prüft die Höhe Ihres aktuellen BAföG-Anspruches.

9. Wegen der Corona-Krise möchte ich ein Urlaubssemester nehmen. Was muss ich beachten?

Achtung: Für Urlaubssemester – die ja eine Pause vom Studium sind – besteht kein BAföG-Anspruch, weil ja eben kein Studium betrieben wird! Bitte informieren Sie sich unbedingt vor einem Urlaubssemester, welche Konsequenzen das für Ihre Studienfinanzierung hätte. Zu den Voraussetzungen, im Urlaubssemester nötigenfalls Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung, „Hartz IV“) zu beziehen, können Sie sich an unsere Sozialberatung wenden. Aber wichtig ist: Ein Urlaubssemester ist kein Studium; Sie dürfen im Urlaubssemester auch keinerlei Studienleistungen erbringen.

10. Ich bekomme BAföG und engagiere mich zur Pandemiebekämpfung aktuell im Gesundheitswesen, in einer sozialen Einrichtung oder in der Landwirtschaft. Dadurch habe ich vorübergehend ein höheres Einkommen. Welche Auswirkungen hat das auf mein BAföG?

BAföG-Geförderte behalten ihren Anspruch vor und nach einem vergüteten Engagement in der Pandemiebekämpfung. Eine Anrechnung auf das BAföG erfolgt allein in den Monaten, in denen BAföG-Geförderte ein Einkommen aus der Pandemiebekämpfung erzielen. Grundlage für die Bestimmung des Zeitraums des Einkommensbezugs bildet der vorzulegende Arbeits-/Anstellungsvertrag. Auf den eigentlichen Zufluss des Einkommens soll in diesen besonderen Fällen ausnahmsweise nicht abgestellt werden.

  • Beispiel: Hannah (23 Jahre alt, Medizinstudentin im 6. Semester):
    Hannah erhält im Bewilligungszeitraum Oktober 2019 bis September 2020 bislang – nach Berücksichtigung des anrechenbaren Einkommens ihrer Eltern – einen BAföG-Förderbetrag von monatlich 660,- €. Da der Hochschulbetrieb derzeit nur unregelmäßig stattfinden kann, arbeitet sie im Rahmen des BMG-Programms zur Bekämpfung der COVID 19 Pandemie ab März 2020 als Pflegehelferin im Universitätsklinikum und erhält hierfür eine monatliche Vergütung von 1.500,- €.
    Berechnung des BAföG-Anspruchs:
    Durch die Neuregelung in § 53 Absatz 2 BAföG wird das zusätzliche Einkommen von Hannah aus der Tätigkeit als Pflegehelferin erst ab dem Fördermonat März 2020 berücksichtigt. Für den Zeitraum Oktober 2019 bis Februar 2020 sowie für den Monat September 2020 bleibt der BAföG-Anspruch unverändert in Höhe von monatlich 660,- € bestehen. Lediglich in den Monaten März bis August 2020 wird der BAföG-Anspruch aufgrund des erzielten Netto-Einkommens von monatlich 1.500,- € entfallen.
    Ergänzung: Hat Hannah ohnehin bereits für die gesamte Dauer des Bewilligungszeitraums Einkünfte aus einem Mini-Job, die wegen des Anrechnungsfreibetrags von 290 € netto monatlich komplett anrechnungsfrei bleiben, und nimmt nun die vorübergehende Tätigkeit als Pflegehelferin zusätzlich auf (egal, ob unter Beibehaltung auch noch des Minijobs während dieser Zeit oder nicht), verändert sich das Anrechnungsergebnis nicht. Nur in den Monaten März bis August reduziert sich ihre BAföG-Förderung auf 0 €, davor und danach bleibt ihr Leistungsanspruch von 660,-€ bestehen.
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